Die (technische) Zukunft der Fotografie

Die Fotografie ist in einem steten Wandel. Zur Zeit ist der „höher, schneller, weiter“ Trend angesagt, aber auch in anderen Bereichen bleibt es spannend. Ein paar Trends möchte ich hier in diesem Artikel aufgreifen.

 

Das Gehäuse

Früher waren Kameras so groß wie eine Schuhschachtel. Heute gibt es Kameras, die ohne Probleme in einen Schlüsselanhänger passen. Eine GoPro z.B. ist vollgestopft mit Technik und kann hochauflösende Videos und Fotos aufnehmen, in einer Qualität die vor wenigen Jahren nicht vorstellbar war.

 

Der Chip

Kleine Kamera bedeutet kleiner Chip. Das beeinflusst die Bildgestaltung im Hinblick auf Tiefenschärfe. Man merkt das z.B., wenn man versucht mit einem Smartphone oder oben genannter GoPro ein Bild zu machen, bei dem der Hintergrund unscharf ist.

 

Die Pixel

Im Gegensatz dazu steht der Wunsch, immer höhere Auflösungen anzubieten. Wofür man früher eine sehr teure Mittelformat Kamera mit deutlich größerem Chip brauchte, holen jetzt schon die Kleinbild Kamerahersteller wie Nikon und Canon auf und bieten Modelle mit 50 Megapixeln und mehr an.

 

Weg vom klassischen Bild

Spannend sind die Entwicklungen, die neben dem klassischen Model der Fotografie und der Herangehensweise ans fotografieren (Bildaufbau und Komposition) passieren. Bisher hat sich der Fotograf VOR dem Foto überlegt, wo der Fokus liegt und wie ein Bild kompositioniert wird. Hier entstehen neue Technologien, die eine völlig neue Herangehensweise ermöglichen.

 

Die Lytro

Ein gutes Beispiel für neue Technologie ist die Lytro Kamera. Hier kommt die Lichtfeldtechnologie zum Einsatz die es ermöglicht, den Fokus erst in der Postproduktion zu setzen. Meiner Meinung nach noch nicht ganz ausgereift und für den professionellen Einsatz noch nicht brauchbar, aber eine durchaus spannende Entwicklung die sicher noch weitergehen wird. Ich gehe davon aus, das die Technologie in kurzer Zeit auch in Smartphones Einzug halten wird.

 

Ball

Nicht unbedingt eine technische Entwicklung, aber trotzdem eine spannende neue Umsetzung der Fotografie ist die Panono Camera. Hier sind im Prinzip mehrere Linsen in einem Ball verbaut. Der Ball wird einfach hoch geworfen, ein Sensor und ein Algorithmus sorgen dafür, das in dem Moment, in dem der Ball seinen höchsten Punkt erreicht hat, ein Foto gemacht wird. So entstehen interessante Panoramen am höchstmöglichen Punkt.

 

Smartphone

Nicht nur neue Produkte, sondern auch Software zB in Smartphones wird immer intelligenter. Kugelpanorama und 360° Funktionen in Kombination mit Sensoren und der Kamera ermöglichen spannende Funktionen. So kann ich z.B. in unter 5 Minuten ein Kugelpanorama erstellen, für das vor wenigen Jahren noch Hochleistungscomputer lange Zeit rechnen mussten. Das Ergebnis mit dem Smartphone ist zwar noch nicht perfekt, aber schon erstaunlich gut und präzise.

 

Fazit

In den letzten Jahren hat sich auf dem Markt unheimlich viel getan und es ist kein Ende abzusehen. Und das ist auch gut so. Ich denke es wird in beide Richtungen weitergehen, der Pixelwahn auf der einen Seite und die Entwicklung in immer kleinere Kameras auf der anderen Seite. Ich bin gespannt was hier noch alles passiert.

Johannes

Hallo, ich bin Johannes. Dies ist meine Spielwiese für verschiedene Projekte, Bilder, Quatsch, Ideen und Gedanken zu denen ich manchmal auch Interviews geben darf.

2 Gedanken zu „Die (technische) Zukunft der Fotografie

  1. Mit chip meinst du den sensor oder? Den Zusammenhang zwischen sensorgrösse und Tiefenschärfe kann ich nicht nachvollziehen. Ich dacht immer, die Tiefenschärfe berechnet sich aus den Faktoren Brennweite, Blende, Abstand zum Gegenstand, oder?

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