digitale Teilhabe

In einem Blogbeitrag bei Microsoft fragt Anna-Lena (@froileinmueller) was digitale Teilhabe für uns bedeutet.

Ich freue mich, dass dieses Thema bei Konzernen wie Microsoft angekommen ist und möchte gern darauf antworten und vor allem auf die Punkte der digitalen Barrierefreiheit eingehen. Ein großes und wichtiges Thema, das mich seit einiger Zeit beschäftigt. Vermutlich wird dazu in nächster Zeit noch mehr von mir zu lesen sein.

 

Kommunikation

Das Internet ist seit vielen Jahren kein Neuland mehr und aus der digitalen Gesellschaft nicht mehr weg zu denken.
Webseiten, Chats, Apps und soziale Netze. Ein großer Teil des Netzes wird nicht nur zur Bereitstellung und Erfassung von Information genutzt, sondern vor allem zur Kommunikation.

 

Herausforderungen

Der Zugang zum Internet und damit zu Information und Kommunikation sollte für alle Menschen möglich sein. Herausforderungen sind hier nicht nur die verschiedensten Geräte, die mittlerweile genutzt werden (Stichwort responsive), sondern auch mögliche Einschränkungen der Sinne. Hier spricht man vom sogenannten „2-Sinne-Prinzip

Das bedeutet, dass Informationen mit zwei alternativen Sinnen zugänglich gemacht werden sollen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen das möglichst viele Menschen die Informationen wahrnehmen können.

 

Lösungsansätze

Ein Text kann z.B. so bereit gestellt werden, das er von Screenreadern wie NVDA intepretiert werden kann.

Ein Video kann mit Untertiteln versehen und so auch von gehörlosen Menschen wahrgenommen werden.

Bei der Erstellung von Webseiten und Textdokumenten sollte auf Tags geachtet werden. Es hilft der Screenreader Software wenn Überschriften auch als Überschrift gekennzeichnet sind, anstatt sie einfach nur fett zu machen.

Bei Bildern ist es wichtig, eine Bildbeschreibung mit anzugeben. CMS Systeme wie WordPress bieten dies schon lange direkt mit an, Twitter hat vor einiger Zeit ebenfalls die Möglichkeit der Bildbeschreibung in seinen Dienst integriert.

 

Zukunft

Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur für die vermeintliche Nische der Menschen mit Behinderung relevant, sondern wird mit der Zeit für immer mehr Menschen interessant. Meine Generation und spätestens die Generation der heutigen Jugendlichen ist mit dem Internet aufgewachsen. Auch mit steigendem Alter wollen wir nicht auf die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation verzichten.
Durch diese Entwicklung wird die digitale Barrierefreiheit und Teilhabe somit automatisch für eine immer größere Zielgruppe immer wichtiger.

Und für die SEO Fans unter euch: Texte, die von Screenreadern gut gelesen werden können, sind auch für den Google Roboter besser zu verstehen.

Johannes

Hallo, ich bin Johannes. Dies ist meine Spielwiese für verschiedene Projekte, Bilder, Quatsch, Ideen und Gedanken zu denen ich manchmal auch Interviews geben darf.

Ein Gedanke zu „digitale Teilhabe

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