Mut zum Jobwechsel

Die Blogparade von Melanie Vogel, die den Mut zum Jobwechsel beleuchtet, ist zwar offiziell bereits beendet, ich finde das Thema aber spannend und da es in meiner Timeline auch immer wieder aufkommt, mache ich trotzdem noch mit. Melanie nahm den Jobwechsel von Tobias Schlegl zum Anlass, die Parade zu starten. Den Aufruf und die bisherigen Teilnehmer findet ihr hier.

Mit dem Thema Jobwechsel eng verbunden ist logischerweise das Thema „Zufriedenheit im Job“, über das ich auch regelmäßig nachdenke, schreibe und spreche. Ein Job, der mir „nur“ Geld bringt, aber sonst keinen Spaß macht, könnte ich nicht 40 Stunden die Woche umsetzen.

Melanie wirft in ihrem Beitrag einige Fragen auf, von denen ich zwei gerne beantworten möchte.

 

Wann habt ihr „Mut zum Jobwechsel“ bewiesen oder beweisen müssen und war das freiwillig oder unfreiwillig?

Mein Jobwechsel war freiwillig und das kam so:

Ich habe 2003 eine Ausbildung zum Fachinformatiker angefangen und wurde nach dem erfolgreichen Abschluss auch direkt übernommen.
Nach einiger Zeit habe ich dann gemerkt, das die Arbeit im Büro einen Ausgleich braucht, also habe ich mir ein Hobby gesucht, in meinem Fall war das die Fotografie. Sehr schnell hat mir das sehr großen Spaß gemacht und mir wurde klar, das ich mit der Fotografie mein Geld verdienen möchte.

Ich habe also angefangen viel zu fotografieren, auszuprobieren und einfach zu machen. Glücklicherweise hatte ich 2008 die Chance von der Vollzeit in die Teilzeit zu wechseln, was ich dann direkt gemacht habe. So hatte ich Zeit neben dem Bürojob die Karriere als Fotograf auf- und auszubauen.

Irgendwann 2009 dachte ich dann: „wenn du es jetzt nicht machst, ärgerst du dich später“. So habe ich meinen sicheren Job gekündigt und mich am 1.1.2010 komplett selbstständig gemacht.

 

Habt ihr den Schritt bereut oder war es das richtige? Und warum?

Für mich war es genau das richtige. Die vielen Erfahrungen die ich in dieser Zeit gemacht habe kann mir keiner mehr nehmen. Ich war viel unterwegs, habe viele Menschen kennen gelernt und hatte sehr viel Spaß. Ich habe deutlich mehr gearbeitet als „früher“ im Büro, aber es hat mich nicht gestört, es war nicht mehr Arbeit im Sinne von „da muss man hingehen“.

Auch wenn ich heute (fast) nicht mehr als Fotograf arbeite, bereue ich diese Zeit auf keinen Fall und würde es vermutlich wieder machen.

 

Tyler Durden

Abschließen möchte ich, wie so oft beim Thema „Zufriedenheit im Job“ mit einem Zitat von Tyler Durden, dem Helden aus Chuck Palahniuks Buch „Fight Club“.

„Du bist nicht dein Job! Du bist nicht das Geld auf deinem Konto! Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! Und nicht deine blöde Cargo-Hose!“

 

 

 

Johannes

Hallo, ich bin Johannes. Dies ist meine Spielwiese für verschiedene Projekte, Bilder, Quatsch, Ideen und Gedanken zu denen ich manchmal auch Interviews geben darf.

2 Gedanken zu „Mut zum Jobwechsel

  1. Hallo Johannes,

    vielen Dank für Deinen nachträglichen Beitrag zur Blogparade. Ich finde auch, Deadlines sollten in so einem Fall nicht zu ernst genommen werden. Und da ich das versprochene eBook noch nicht begonnen habe zu erstellen, kommt Dein Beitrag also noch genau zur richtigen Zeit ;-).

    Herzliche Grüße,
    Melanie

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