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Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch?

Titel: Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch?
Autor: Sven Barnow
Verlag: dpunkt
ISBN: 978-3-86490-270-3
Softcover, 135 Seiten

 

Der Autor

Der Autor Prof. Dr. Sven Barnow ist selbst leidenschaftlicher Fotograf, allerdings nicht beruflich.
Er ist Psychotherapeut, Coach und Supervisor und setzt Fotografie als Therapie ein.
Das macht das Buch meiner Meinung nach besonders spannend und zeigt mal einen ganz anderen Blickwinkel, als die „üblichen“ Fachbücher.

 

Das Buch

Das Buch ist aufgeteilt in 9 Kapitel mit jeweiligen Unterpunkten. Ein gesamtes Inhaltsverzeichnis und mehrere Leseproben können auf der Verlagsseite heruntergeladen werden.

Hier einige Beispiele aus dem Inhalt

  • Der fotografische Prozess als bewusstes Gestalten
  • Welche Bedeutung hat die Körperhaltung des Models?
  • Was ist mit Talent?
  • Kopf versus Bauch – auf die Balance kommt es an
  • Das „GAS“ Syndrom (das Verlangen, Equipment zu kaufen)
  • Fototherapie als Selbsterfahrung

Der Autor gibt Einblicke in seine therapeutischen Ansätze und zeigt auch Bilder aus der Arbeit mit Patienten. Hier geht es nicht um eine „zur-schau-Stellung“ der Patienten, sondern die Emotionen die ein Bild verursacht.

Die fotografierten Bilder werden immer wieder besprochen und der Autor zeigt einige Übungen, die man selbst umsetzen und durchführen kann.

Abgerundet wird das Buch durch mehrere Interviews mit Fotografen, die ihre persönlichen Meinungen und Einblicke zu „Kopf oder Bauch“ besprechen.

Besonders interessant fand ich das Kapitel zur Kreativität. Hier schreibt Sven Barnow über Enthusiasmus, Achtsamkeit, Erfahrung und Perspektivwechsel.
Alles Themen die mit Kreativität zusammen hängen und sowohl in meiner Vergangenheit als auch hier im Blog immer wieder eine große Rolle gespielt haben und spielen werden.

 

Fazit

Da Buch zeigt die Fotografie aus einem anderen Blick als die übrigen Fachbücher die ich kenne, es geht hier mehr um die Emotionen als um die Technik.

Es ist kein Fachbuch im klassischen Sinne, bei dem man lernt wie man seine Kamera bedient und bei welchem Motiv man welche Blende einstellen soll. Gerade weil es um diese andere Ebene geht, fand ich das Buch so toll.
Interviews mit Fotografen, Bildbesprechungen und weiterführenden Literaturtipps runden das ganze ab und haben dafür gesorgt, das ich das Buch auf einer Zugfahrt in einem Rutsch durchgelesen habe.

Das Buch ist empfehlenswert für Fotografen, die ihren eigenen Horizont erweitern möchten. Außerdem sollten Leser, die an Psychologie, Fotografie als Therapie und den Umgang mit Menschen interessiert sind einen Blick hineinwerfen.

 

 

Johannes

Hallo, ich bin Johannes. Dies ist meine Spielwiese für verschiedene Projekte, Bilder, Quatsch, Ideen und Gedanken zu denen ich manchmal auch Interviews geben darf.

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